Projektübersicht

Renovierung Vereinsheim TuS Union Vilsendorf e. V. 1928

Warum muss das Vereinsheim renoviert werden?

Die Hütte (Vereinsheim) ist 1982 von Mitgliedern aus Holz erbaut worden
Die Holzfassade ist mittlereweile stark verwittert
Das Holzdach und die Dachrinne sind stark sanierungsbedürftig
Wir wünschen uns eine Steigerung der Attraktivität und der Außendarstellung

Kategorie: Sport und Freizeit
Stichworte: Renovierung Vereinshütte, Attraktivität, Außendarstellung, Witterungsschutz, Spiel und Spass
Finanzierungs­zeitraum: 30.07.2018 13:27 Uhr - 11.10.2018 00:00 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Winter 2018

Worum geht es in diesem Projekt?

Wir haben die Chance die 36 Jahre alte "Hütte" endlich zu sanieren. Die Finanzierung ist zu 95 % abgeschlossen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Begegnungsstätte in Vilsendorf
Treffpunkt für Jung und Alt
Vereinsmitglieder
Vilsendorfer und die
Grundschule

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Das Vereinsheim soll das Zentrum aller Vilsendorfer sein.
Kommunikation und Geselligkeit

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld der Finanzierung wird für die Renovierung der Vereinshütte dringend benötigt

Wer steht hinter dem Projekt?

Vereinsgeschichte
Die ersten fünf Jahre (1928 – 1933)

Der Sportverein wurde im ehemaligen Gasthaus Böke aus der Taufe gehoben. Hier hatten sich die Aktiven am 1. August des Jahres 1928 versammelt. Hier gründeten sie ihren Verein „Schwarz-Weiß Vilsendorf“. Hier traten die Vilsendorfer Sportler in den eigenen Farben an. Im weißen Trikot, schwarzen Hosen und gestreiften Stutzen stellten sie sich dem Gegner.

Willy Heidemann übernahm den Vorsitz des Vereins. Zu seinem Stellvertreter wählten die „Schwarz-Weißen“ Rudolf Walkenhorst. Fußball, Handball und Turnen – das waren die drei Abteilungen, in denen sich Männer im Sport bewährten. Frauen fanden anfangs keinen Zutritt – auch wenn die Amsterdamer Olympiade deutliche Zeichen gesetzt hatte.

Mittelpunkt des Sportbetriebes blieb das ehemalige Vereinslokal Böke. Im Saal trainierten die Turner, dort zogen sich auch die Rasensportler vor und nach den Spielen um. Im schwarz-weißen Trikot liefen sie durch das Dorf bis zum Sportplatz, den der Verein von Bauer Siekmann gepachtet hatte. In eigener Regie legten die Mitglieder während der Anfangsjahre eine Drainage und unterhielten die Spielfläche. Das Fußballfieber hatte Vilsendorf gepackt. In diese Abteilung investierte „Schwarz-Weiß“ die meiste Energie.
Fußballfieber in Vilsendorf

Nach anfänglichen Schwierigkeiten erwischte die Mannschaft auch den Fahrstuhl nach oben und kämpfte sich in die höchste Spielklasse des Arbeitersports vor, in die A-Klasse. Doch kein Vergleich mit dem perfekten Spielbetrieb von heute! Galt es ein Auswärtsspiel zu bestreiten, dann schwangen sich die Vilsendorfer einfach auf ihre Fahrräder und radelten zum Austragungsort. Ab und zu wurden sie auch in einer Riesen-Taxi Limousine hin chauffiert. Große Spiele gegen Osnabrück, Minden, Brackwede, Herford und Bielefeld prägten die frühen Jahre der Vereinsgeschichte.

Auch die Turner fanden großen Anklang bei der Bevölkerung und verdienten sich stets Beifall, wenn sich die Männer zu schwindelerregenden Pyramiden türmten oder ihr Können im Schauturnen unter Beweis stellten. „Schwarz-Weiß Vilsendorf“ hatte sich seinen Platz im dörflichen Leben erobert.
Entwicklung gestoppt

Kurz vor 1933 war die Mitgliederzahl auf knapp 210 angewachsen – eine beachtliche Bilanz! Schließlich drang der Ruf des Vereins über die Vilsendorfer Grenzen und lockte selbst Schildescher Sportler an. Die hoffnungsvolle Entwicklung wurde 1933 jäh gestoppt. Nach ihrer Machtübernahme zerschlugen die Nationalsozialisten die Organisation des Arbeitersports. Auch „Schwarz-Weiß Vislendorf“ wurde von den braunen Machthabern gezwungen sich aufzulösen. Die Geräte des Vereins wurden beschlagnahmt und abtransportiert, alle schriftlichen Unterlagen konfisziert. An die Kasse allerdings, da kamen die Nazis nicht heran! Die gewitzten Vilsendorfer lösten mit einem Trick, über den man heute hinter vorgehaltener Hand flüstert, ihre Kasse auf und „verflüssigten“ das Bargeld in einem rauschenden Fest bei Vereinswirt Böke.